Das literarische Solo – Podcast

Das literarische Solo – Podcast

›Der Sandmann‹ von E. T. A. Hoffmann
gelesen von Thomas Braus, Julia Meier, Martin Petschan & Konstantin Rickert
Mi. 22. April 2020, 22:00 Uhr, Zuhause

Das Schauspiel Wuppertal geht mit seiner Reihe ›Das literarische Solo‹ online – als Podcast.  

Die Zuschauerinnen und Zuschauer des Schauspiel Wuppertal müssen nicht weiter auf die Stimmen des Ensembles verzichten. Die Reihe ›Das literarische Solo‹ geht online. Am Ostersonntag um 22 Uhr wird die erste Podcastfolge bei allen bekannten Podcast-Anbietern veröffentlicht. 

Gelesen wird zu Beginn ›Der Sandmann‹ von E. T. A. Hoffmann, ein schauriges Märchen, Literaturklassiker und aktuell Abiturthema in NRW. 

 

Die aktuelle Folge veröffentlichen wir zum jeweiligen Datum ›hier oder abonnieren Sie den Podcast auf ›Apple Podcasts›Deezer oder ›Spotify und die neueste Folge kommt automatisch zu Ihnen. 

 

›Der Sandmann‹ von E. T. A. Hoffmann

Der Student Nathanael fühlt sich seit Kindertagen vom Sandmann verfolgt, einer angsteinflößenden Kreatur, die Kindern die Augen ausreißt. In einem Brief an seinen Freund Lothar berichtet er, in Gestalt des Wetterglashändlers Coppola den Advokaten Coppelius wiedergetroffen zu haben, der während Nathanaels Kindheit mit dessen Vater alchemistische Experimente durchgeführt hatte, die letztlich zum Tod des Vaters geführt hatten. In seiner Verwirrung adressiert Nathanael den Brief jedoch nicht an Lothar, sondern an seine Verlobte, Lothars Schwester Clara, die ihm in einem Antwortschreiben rät, seine Fantasie zu zügeln. 

In einem weiteren Brief an Lothar bittet Nathanael ihn, nicht mehr mit Clara über seine Probleme zu sprechen. Er erzählt ihm von Spalanzani, einem italienischen Physiker und Dozenten an seiner Universität, und von dessen häufig eingesperrter »Tochter« Olimpia. 

Um Abstand von seiner Begegnung mit Coppola zu gewinnen, besucht er Lothar und Clara. 

Da Nathanael sich immer tiefer in seine Gedankenwelten stürzt, zieht sich Clara zurück. Nathanael fühlt sich unverstanden und reagiert unbeherrscht. Nachdem er sich bei Clara und Lothar für sein Verhalten entschuldigt, kehrt er nach Hause zurück, wo er feststellen muss, dass seine Wohnung abgebrannt ist. Sein Hab und Gut konnte jedoch gerettet und in ein Haus gebracht werden, das gegenüber von Spalanzanis liegt. Von dort hat er beste Sicht in das Zimmer der schönen, wenn auch mechanisch wirkenden, Olimpia. Als Spalanzani einen Ball ausrichtet, um seine Tochter der Öffentlichkeit vorzustellen, ergreift Nathanael die Gelegenheit, ihr zu begegnen. Er ist sofort verliebt, fordert sie zum Tanz auf und küsst sie. Clara ist längst vergessen. Als er Olimpia einen Heiratsantrag machen will, wird er von einem Kampf zwischen Spalanzani und Coppola um Olimpia überrascht. Erst jetzt erkennt auch er, dass sie bloß eine automatisierte Puppe ist. Coppola will mit Olimpias Körper verschwinden, was Nathanael verhindern will, indem er Coppola zu töten versucht. Daraufhin wird er ins Tollhaus gebracht, wo er einige Zeit verbringt. 

Als er wieder gesund und vom Wahn befreit scheint, kehrt er zu Clara zurück, will sie heiraten und mit ihr aufs Land ziehen. Bei einem letzten Blick über die Stadt vom Ratsturm aus, überfällt Nathanael erneut der Wahnsinn, will Clara vom Turm stürzen. Lothar eilt herbei, um dies zu verhindern. Plötzlich meint Nathanael Coppelius in der Menschenmenge, die sich am Fuß des Turms gebildet hat, zu erblicken. Seine spöttischen Rufe bringen Nathanael dazu, selbst vom Turm zu springen und sich das Leben zu nehmen. 

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